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viel zu viel
 

Folge 1: viel zu viel

Blam sind zu viert: Terry (Sigi Hümmer) singt, Panda (Sebastian Deutschmann) spielt Gitarre, Felix (Michael Sailer) Baß, Bruno (Jürgen Tonkel) trommelt. Vielleicht weil Terrys Stimme ein bißchen dünn ist, vielleicht weil man das in den Achtzigern so hat, sucht die Band jedenfalls einen Saxophonisten – Bedingung: Es muß ein Mann sein. »Der« einzige, der sich meldet, ist jedoch die Plattenverkäuferin Lilli (Sissy Kelling), die sich als Mann verkleidet hat. Nun endlich kann die Band live auftreten, allerdings nicht ganz legal, sondern als unangekündigte »Überraschungsgäste« in einer »Rollschuhdisco«, wo Jugendliche ihre Zeit damit verbringen, mit Rollschuhen Bahnen entlangzufahren und bunte Getränke zu verzehren. In Wirklichkeit langweilen sie sich zu Tode — gut, daß Bruno sich in die DJane verliebt hat und sie überredet, eine Kassette mit dem neuen Blam!-Song einzulegen (daß sie danach jedoch Terry um den Hals fällt und ihn küßt, sieht er weniger gerne). Inhaber der Halle ist der Plattenmogul Lukas D. Bleistein (Frank Jürgen Krüger), der die Gäste ganz nebenbei mit Produkten seiner Firma Hip Records beschallt, um deren Verkäufe zu steigern. Um die ungebetenen Gäste loszuwerden, schickt er seine Wachleute Hubert und Herbert (Ottfried Fischer/Jockel Tschiersch) auf die Jagd. Die Band flieht, wobei Bruno zunächst verlorengeht, und im allgemeinen Spektakel wird Lilli von Panda als Frau enttarnt. Was Terry bei der anschließenden Vorstellung im Tanz-Waschsalon »Wasserdicht« gar nicht gefällt, womit er sich aber abfinden muß.

TRIVIA: Den »Rollpalast« gab es tatsächlich (im Münchner Stadtteil Neuaubing), »Rollerblades« und »Inlineskates« allerdings noch nicht. Ottfried Fischer und Jockel Tschiersch waren damals als Kabarett-Duo weit über München hinaus bekannt (das Stück »Störanfall« gehört zu ihren Meisterwerken). Die Darstellerin der DJane war später in der Folge »viel zu dunkel« als Dinah zu sehen.


e-mail:michael sailer | impressum | © Michael Sailer