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viel zu traurig
 

Folge 13: viel zu traurig

Blam! haben eingesehen, daß sie keine Chance haben, und lösen sich auf. Ihr letzter Song, den sie zum Abschied spielen, heißt »Es ist vorbei«. Ausgerechnet dieser Song trifft einen Nerv bei Bleistein, der die Band nun doch unter Vertrag nehmen will und Hiebert mit der Planung einer Kampagne beauftragt (»Presse! Photos! Fernsehen! Man darf seine Stars nicht warten lassen!«). Doch in Terrys Tankstelle geht niemand mehr ans Telephon – Panda ist Richtung Hollywood aufgebrochen, um Filmstar zu werden; Bruno möchte Manager einer internationalen Hotelkette werden, Felix will sich »ganz zurückziehen, mein Leben ganz der Musik widmen«, Lilli träumt von einer Karriere in New York. Als Terry nach dem Abschied endlich doch ans Telephon geht, teilt er der entsetzten Dolores mit, daß es Blam! nicht mehr gibt. Bleistein befiehlt Hiebert, die Band zum Weitermachen zu überreden, und Hiebert macht sich auf die Suche. Bruno trifft er als Inhaber einer schmierigen Imbißbude (»Würger King«), wo er sich gerade weigert, sein Huhn Claudia für einen Kunden in ein Brathuhn zu verwandeln. Als ein weiterer unzufriedener Kunde (»Ich habe keine Holzkohle bestellt, sondern ein Schnitzel!«) die Bude zerlegen will, schließt sich Bruno Hiebert an. Sie finden Lilli in einem Keller (mit Manhattan-Phototapete), wo sie mit dem hoffnungslosen »Szenekünstler« Swingin‘ Joe probt. Auch sie ist sofort bei der »Reunion« dabei, ebenso wie Panda, dessen Filmkarriere vorläufig aus einem Reklamestreifen für Pickelcreme besteht, und Felix, der in einem Kostümfundus jobbt und vor sich hin träumt. Nur Marina ist enttäuscht, als sie von Hiebert erfährt, daß Blam! nach Amerika gehen und berühmt werden. Als Bleistein mit dem Produzenten Harvey Goldberg und seiner Entourage samt Presse in Terrys Tankstelle eintrifft, sind Blam! dort bereits versammelt, aber Bleisteins Angebot überzeugt die Band nicht, und nachdem der Produzent Lilli angebaggert hat und abgeblitzt ist, zerschlagen sich die ganzen Pläne. Bleistein und Co. ziehen ab, dafür feiern Blam! mit ihren Freunden und Fans, die nun alle in der Tankstelle eintreffen, zünftig Abschied. Am Ende tritt die Regisseurin Gloria Behrens ins Bild, beendet die Szene, und während des Abspanns wird die Dekoration von den Requisiteuren abgebaut.

TRIVIA: Den Produzenten Harvey Goldberg spielte der an den Aufnahmen der Blam!-Musik im Red-Rooster-Studio beteiligte Toningenieur. Auch diverse Mitglieder des Blam!-Drehteams spielten in dieser Folge mit. Felix‘ Vorgesetzter im Kostümfundus (der echte Fundus der Bavaria übrigens) war schon in der Folge »Viel zu rosa« als Ansager bei seiner mündlichen Prüfung zu sehen. Laut Drehbuch hieß die letzte Folge »viel zu glatt«.


e-mail:michael sailer | impressum | © Michael Sailer