ein "Kunstwerk"? Das erste Damage de Luxe von 1979

Alfred und Sofia

Michi, Frankie, Daniel

Der Schup

was passiert (jetzt!)
 
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27. März 2004, Gigahertz-Keller: Soundsovieltes konstruktives Treffen für das "Punk in München"-Buch, aus dem vielleicht nie was werden wird, was aber egal ist, weil die Treffen allein die ganze Sache schon wert sind. Diesmal waren die Münchner Fanzines dran, die seitenweise an den Wänden hingen (wobei "Johnny Rubbish" gottseidank nicht da war, sondern zu seiner Mutter zum Geburtstag mußte, wodurch ihm die Erinnerung erspart blieb). Im folgenden erzählen die nicht genug zu preisenden Veranstalter Katz und Olli selber, was dann passierte: "Wie immer war auch der gestrige Abend nicht nur der Nostalgie und fast herzzerreißenden Wiedersehensszenen gewidmet, sondern es gab ein unterhaltsames Rahmenprogramm. Ein ganz herzliches Dankeschön gleich vorab an alle Mitwirkenden, diese Eigendynamik, die das Projekt so entwickelt, ist auch für uns mit das Allerschönste daran! Zur Einstimmung durften wir drei frühe Kurzfilme vom Lucas Lumma zeigen, die er eigens für diesen Abend "aufbereitet" hatte. Mensch, 1980 stand da als Entstehungsdatum - kann man sich das vorstellen, daß der Lucas damals schon sowas auf die Beine gestellt hat?! Mit dem exzessiven Vorlesen beginnen durften Michi und Daniel, deren Lesung einer kleinen Auswahl an Texten aus frühen Münchner Szene-Fanzines (hauptsächlich aus "Der Zlof" von Jeff Stress) vorallem bei so manchen weiblichen Anwesenden fast unkontrollierbare Lachkrämpfe auslöste. Aber: keine Atempause! Denn gleich danach kamen die Ex-Zusatzzahlen Rodi, Sigi und Gerd, um aus der bereits 1980 erstmals erschienenen DIN A3 Schrift DER SCHUP vorzutragen (Gerds "ICH WILL RUDERN!!!"-Brüller übertrafen die andererseits eingesetzten elektronischen Mittel zur Verstärkung um etliche Phon). "der SCHUP ist PUNK im eigentlichen sinn, nämlich schnelle selbstdarstellung mit einfachsten und billigsten mitteln" Tausend Dank an die SCHUP-FAMILIE, wir fiebern ähnlich gelungenen Selbstdarstellungen schon heute erwartungsvoll entgegen. So, jetzt war der Alfred an der Reihe, den Sophia an der Trommel rhythmisch begleitete. Mit Grüßen von seinem Freund Sigi Hümmer gab Alfred ein paar der ausgefeiltesten Texte aus dem "damals" gemeinsam produzierten, allseits geliebten "Lächerlich"-Fanzine zum Besten. Alfreds Freund Charly, der sich hartnäckig weigerte, ihn beim Refrain "wie peinlich, wie peinlich, ..." als Background-Performer zu unterstützen, wollte leider auch nicht als Gogo-Tänzer fungieren. Als zum Schluß der Darbietung das aufgeheizte Publikum eine Zugabe forderte, setzte sich Alfred an die Trommel und zerschlug einen Drumstick, während Sophia ihre Fähigkeiten als Rückwärtsleserin zur Schau stellte. Und: "Vielfraß-Puppenküche-Lepra, Vielfraß-Puppenküche-Lepra, ..." - dieser Ohrwurm wird uns noch geraume Zeit verfolgen! Zum Abschluß des Rahmenprogrammes gab es noch als Zuckerl den Kurzfilm "Der Untergang Europas" auch vom Lucas, von 1982. Mei, kann Punk genial witzig sein! Den Rest des Abends verbrachten wir noch mit Flachsimpelei und Geblödel, jetzt scheint die Sonne und wir freuen uns auf einen exzessiven Sommer! Nächster Termin - schon in drei Wochen - am 16.04. wieder ab 19:30 Uhr in der Georgenstr. 84, im Keller: Vernissage mit Bildern von Franky und Cleo, live: V2 Schneider - sowie öffentliche Probe von "Mia san dageng" mit Carl-Ludwig Reichert und dem Freiwilligenchor. Mehr dazu in Kürze..." (dann aber wirklich nicht hier, sondern entweder unter "hier & jetzt" oder per Mail).

Bilder von dem Abend gibt's auch: fast ganz oben Sofia & Alfred, ganz unten Der Schup, dazwischen die Herren Sailer & Nejmirok beim intensiven Einstudieren von "Rührei!"-Texten aus dem "Zlof"-Magazin unter Anleitung ihres Sprechtrainers F. Magnus (Live-Bilder von denen gibt's vorläufig nicht, weil einer muß ja die Kamera halten).

Und hernach (oder im Prinzip schon derweil) hat der Niko im X-Club aufgelegt, und davon gibt's gar keine Bilder. War aber schön. Doch, ein Bild gibt's schon, das gehört aber jetzt gar nicht hierher:


© alle irgendwelchen Rechte: Michael Sailer