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früher passiert:

(Im Januar und Februar 2005 war dies zu berichten:)

Ein neues Jahr ...

... und hoffentlich ein gutes/besseres/schönes usw. für jeden, der dies liest.

Begonnen hat es. So:

und so:

Und ziemlich genau gleichzeitig ist etwas anderes zu Ende gegangen, nämlich das Buch "Deep Purple. Die Geschichte einer Band" von Jürgen Roth und Michael Sailer. Das (das heißt: die Münchner Hälfte) sah dann kurz vor Schluß so aus:

Und um die Sache effektiv abzuschließen und aus dem Kopf hinauszupfeffern, gab es im Jennerwein einen ganzen Abend lang (fast) nur Musik von Deep Purple, ausgewählt und aufgelegt von mir selbst. Was, wie man sieht, eine begeisternde Sache sein kann (na gut, ein sehr wichtiger Geburtstag kam hinzu ...):

Auf dem Programm stand als erstes im neuen Jahr ein "Poetry Slam" im Substanz am 9. Januar. Der Andrang war enorm, es wurde heftig deklamiert und die Vermutung bestätigt, der "Trend" in der zeitgenössischen Dichtung gehe zur Schlagwortkette und zur Aufarbeitung der medialen Repräsentation des Weltgeschehens im großen und allgemeinen. Zu lachen gab es aber auch einiges, und zwei kurze Folgen vom "Schwabinger Krawall" fanden geneigte Ohren.

Ein regelrechter Kulturschock war danach am 13. Januar die Fitzoblongshow in der Cumberlandgalerie im Schauspielhaus in Hannover: Kein Gebrüll, kein Toben, kein Rap, kein Zeitlimit. Sondern erlesene Texte und schöne Lieder aus den Mündern und Händen von Dietrich zur Nedden und Michael Quasthoff sowie - neben etwas "Belästigung" und einem Auszug aus dem Deep-Purple-Buch - ein ausgiebiger Berg "Schwabinger Krawall", der bewies, daß man auch im relativ hohen Norden sehr gut versteht, was sich im relativ tiefen Süden tut und was man dort für einen Witz pflegt. Im Anschluß an die höchst erfreuliche Veranstaltung wurden die erstaunlichen und erstaunlich zahlreichen Gemeinsamkeiten zwischen München und Hannover bei (Weihenstephaner!) Bier und anderen leiblichen Zuführungen in Niedersachsens möglicherweise schönster Kneipe "Vater und Sohn" (die, wer kann, unbedingt bald aufsuchen sollte, da das Ende naht ...) weiter aufgearbeitet, der Fußball zum Thema und ein lehrreicher Streifzug durch die Hannoveraner Musikszene von Harlis bis Hans-A-Plast unternommen, ehe man sich zu später Nachtstunde in die diversen Gemächer zurückzog. Größter Dank und schönste Grüße gehen an die wunderbaren Herren zur Nedden und Quasthoff sowie an die gesamte Besetzung des Stammtischs und des Tresens daselbst. Und selbstverständlich an die vielen offenen Ohren am stilvollen Ort zuvor, wo man sich im sensationellen Einzelfall sogar noch an das Wom-Journal erinnerte.

Nicht lange danach folgte das "Textwerk"-Seminar für Romanautoren im Münchener Literaturhaus mit Juli Zeh und Jo Lendle. Was heißt: fünf Tage sprechen, denken, lesen, denken und wieder sprechen. Das Ergebnis (oder die Ergebnisse) brauchen noch Weile und werden daher auf sich warten lassen. Aber schön war's.

Und mittendrin durfte ich auch noch in der Sendung "Der musikalische Zirkel" auf Bayern 2 mitwirken, die in der Favorit-Bar aufgezeichnet und am Faschingsdienstag gesendet wurde. Es war nicht leicht, meine Lieblingsplatte (The Futureheads - "The Futureheads") gegen Thomas Meinecke (Blood Brothers) und Fritz Ostermayer (Tocotronic) durchzusetzen, aber wer weiß? Und nach einem zuvorigen und sehr gemütlichen Besuch im Augustiner war's insgesamt und überhaupt eine sehr lustige Geschichte. Auf die CD-Aufzeichnung warte ich noch.

von links: Sailer, Ostermayer, Meinecke (Bild: Albert Koch)

Passiert noch mehr? Wir werden's sehen.

Und leider ist aus dem Substanz und aus Hannover kein Bild-"Material" überliefert. Oder doch? Das möchte man dann geeeeerne ebenfalls sehen!


alle irgendwelchen Rechte: Michael Sailer