hier & jetzt | was passiert? | leben und lügen | gedruckt | lesen! | alles mögliche | dann mal schauen | andere sprechen | brief
 
früher passiert:

Was ist von Januar bis Mai 2007 passiert?

Ach ja, es ist das Gedächtnis so eine Sache, wenn das Aufraffen und Niederschreiben die andere ist. Die Monate fliehen, ächzen unter der Vielzahl der Ereignisse und überfordern einstweilen immer noch den, der jahrelang ein ruhiges, gemütliches Leben gewohnt war (wie konnte man sich daran gewöhnen? Es gäbe viele Antworten auf diese Frage, jedoch sind sie nichts wert und zudem uninteressant).

Im Januar gab es, muß es gegeben haben, wohl mal Schnee - einen Tag lang oder zwei. Das Gartenbild beweist es:

Das war's dann auch. Er war einer der wärmsten, dieser Januar, ebenso wie Februar, März, April, aber es war noch Januar, und da wir uns amouröse Verirrungen hier sparen wollen, sparen wir sie uns. Nein, nicht ganz, weil ja auch meine Beziehung zu David Bowie wohl irgendwie amourös ist, und dessen sechzigsten Geburtstag feierten wir am 8. im Jennerwein, wo sonst? Bilder? No, Sir. Dafür hiervon und davon (wovon? come on!):

Wir sahen des weiteren im Januar The Long Blondes im Atomic, hörten sie indes kaum, hörten und sahen mehr von Schepperking in der Sieben und Jaromir beim "Tschechenwinter" im Substanz, aber ach, all dies ist nicht belegt. Nicht einmal die schwere Grippe, die sodann herankam und alles weitere erst einmal hinderte. Nicht ganz jedoch die dritte "Authors Crossing"-Nacht mit dem wunderbaren Andreas Neumeister, bei der phantastischerweise Georg Oswald für mich einsprang, weil mein Sprechorgan, obwohl ich das Billardturnier zwei Tage zuvor tapfer ausfallen hatte lassen, noch nicht wirklich einsatzfähig war. Ein bißchen dann doch, aber das ist privat; es ging auch nur um Literatur und Dachlatten.

Passierte dann dies und das? Mit Sicherheit. Der Februar, längst da, verging im Flug, man trank Gin Tonic und freute sich der Welt, besuchte Lesungen, Fußballspiele und andere Ereignisveranstaltungen, traf die (nicht nur) eigene Vergangenheit und hatte große Freude daran, sprach über gestern und heute, pflegte und hegte zwischendurch den Garten, und das Leben hatte auch traurigere Seiten.

Die schönen waren aber: ein Besuch in der Pfalz (wo nicht nur der Dom von Speyer wie eine Glucke auf seiner Stadt sitzt, sondern auch ein Verein spielt und ungeheure Feigenbäume sonder Zahl wachsen).

Gefeiert wurde auch. Wie immer. Wir symbolisieren das mal:

Sodann kam Jamie T, den man: hörte, zum Glück. Eine wunderbare Lesung bei "Buch in der Au", veranstaltet vom Black-Ink-Verlag, eine mindestens ebenso schöne im "8 Seasons" (Cultureclubbing mit dem Studentenwerk) und eine Freinacht im Jennerwein mit jeder Menge illegaler Musik

und viel mehr Feiern und Treffen mit alten und neuen Freunden, unter anderem im Vereinsheim. Und, freilich, der immerwährende Frühling, da, wo er hingehört:

und sodann, nach, während und immer mit zwei sehr sehr traurigen Geschichten, die zu erzählen hier nicht der angemessene Ort ist, - eine phantastische Halbwoche auf dem (relativ fernen, auf geheimnisvolle Weise jedoch recht nahen) Land mit Juli Zeh, Stefanie Geiger, Anna-Elisabeth Mayer, Ben Lauterbach, David Finck und Chistopher Kloeble sowie Olga und Othello (oder "Tello"? seine Ohren beginnen wohl so oder so leider erst beim "T") samt einer höchst erfreulichen Lesung im Berliner Literaturhaus, von der es keine Bilder gibt. Im Gegensatz zum Rest:


Ist das Leben nicht schön? Ach, man möchte es meinen. Nicht immer, aber schön.

Und wie es weitergeht ... wird man erfahren.


alle irgendwelchen Rechte: Michael Sailer